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Rückenschmerzen2018-09-16T12:03:52+00:00

Rückenschmerzen

mit osteopathischen Therapien behandeln

Fast 40 % aller Menschen klagen hierzulande über Rückenschmerzen, davon nahezu ein Drittel über chronische Beschwerden. Überdurchschnittlich oft treten sie bei 50 bis 70-jährigen auf, aber bereits Schulkinder leiden oft darunter. Die Ursachen sind vielfältig und nicht selten selbst verschuldet. ‚Zivilisationsursachen‘ wie Bewegungsmangel, Fehlernährung, Übergewicht, Fehlhaltungen, Fehlbelastungen, Zerrungen und Verspannungen werden ergänzt durch internistische Erkrankungen: Atmungsbedingte Schmerzen, Koliken, Steine, Embolien oder Infarkte können schmerzhaft auf den gesamten Rücken ausstrahlen. Auch die Wirbelsäule bietet vielfältige Herde für Rückenschmerzen: Wirbelbrüche, Bandscheibenvorfälle, Wirbelkanalverengungen, Abnutzungserscheinungen oder Gleitwirbel. Entzündungen wie Morbus Scheuermann, Morbus Bechterew oder Tumore, eingeklemmte Nerven und viele weitere Faktoren können außerdem Rückenschmerzen auslösen.

85 % aller Rückenschmerzen haben keine eindeutige Ursache

Trotzdem kann in 85 % der Fälle den Rückenschmerzen keine eindeutige Ursache zugeordnet werden, mindestens 40 % davon werden psychosomatische Ursachen zugeschrieben. Meist ist ein Ursachenmix für die Rückenschmerzen verantwortlich, wobei der Rücken oft eher der Resonanzboden, als der tatsächliche Ort einer Verletzung oder Erkrankung ist.

Oft sind verschiedene Mediziner an Diagnose und Therapie beteiligt

Das Problem bei der Therapierung von Rückenschmerzen ist meist die unklare Diagnose. Je genauer sie ist, desto gezielter kann eine Behandlung erfolgen. Bei unbestimmter Diagnose ziehen viele Patienten in der Hoffnung auf Abhilfe von Arzt zu Arzt, während die Rückenschmerzen oft chronisch werden. Werden multiple Schmerzursachen vermutet, wirken häufig auch mehrere Mediziner zusammen. Internisten, Orthopäden, Chirurgen, Neurologen, Psychiater, Heilpraktiker, Physiotherapeuten und nicht zuletzt Osteopathen behandeln Rückenschmerzen mit ihrem jeweils eigenen Schwerpunkt.

Osteopathen betrachten bei Rückenschmerzen den ganzen Menschen

Wenn ernsthafte organische Krankheitsursachen durch einen Facharzt ausgeschlossen wurden, hat die Osteopathie den Vorteil, dass sie als ganzheitliche Medizin den gesamten Körper manuell untersucht und mit der Geschichte des Patienten in Zusammenhang bringt. Dabei können auch Röntgenbilder, CT- oder MRT-Befunde von anderen Medizinern einbezogen werden. Der osteopathische Ansatz, dass nur gut versorgte Gewebestrukturen eine volle Funktionalität und Beweglichkeit von Organen und Gliedmaßen zulassen, bedeutet bei Rückenschmerzen, dass genau hier eine Störung vorliegen muss.

Behandlungserfolge bei der Auflösung somatischer Dysfunktionen

Selbst wenn nicht die eine Schmerzursache gefunden wird, entdeckt der Osteopath doch Verspannungen, Fehlstellungen und Blockaden des Bewegungsapparates, am Blutkreislauf, dem Lymphsystem oder den Faszien. Diese Störungen der natürlichen Energieflüsse mit manuellen Techniken zu lösen, verschafft dem Patienten zumindest Linderung, ohne dass an der falschen Stelle eingegriffen wird. Somatische Dysfunktionen, etwa durch verkürzte Muskeln, können osteopathisch gut behoben werden.

Gute Osteopathen sind vielseitig, kennen aber auch ihre Grenzen

Dabei wird stets versucht, die Ursachen der Verspannungen, etwa in der Hirn- und Rückenmarkshaut oder den Faszien der inneren Organe zu lösen, um nicht nur die Schmerzsymptome kurzzeitig zu lindern. Gute Erfolge verzeichnen osteopathische Therapien auch bei Fehlbelastungen, Bewegungs- Über- und Unterforderungen, sowie Fehlhaltungen. Stressbedingte Rückenschmerzen erfordern hingegen eine andere osteopathische Therapie. Ist die Schmerzursache allerdings eine konkrete Erkrankung wie ein Bandscheibenvorfall oder ein Tumor, kann die Osteopathie dem erforderlichen Facharzt nur unterstützend helfen.

Fachkompetenz und Erfahrung gegen Rückenschmerzen

Osteopathie verzichtet gänzlich auf Medikamente oder operative Eingriffe. Dennoch ist diese sanfte Therapie keine Entspannungsmassage. Um Knochen und Organe wieder an ihre natürliche Position zu bringen oder Blockaden zu lösen, wird mit manuellen Techniken mitunter kräftig gedehnt, gezogen oder gedrückt. Bei Rückenschmerzen hängt der Heilungserfolg wesentlich von der Fachkompetenz des Osteopathen in Bezug auf die körperlichen Funktionszyklen ab.

Komplexe Wechselwirkungen individuell interpretieren

Da die drei osteopathischen Wirkungsbereiche der parietalen- (Bewegungsapparat), viszeralen- (Organe) und craniosacralen- (Schädelknochen, Hirn, Liquor, Rückenmark, Wirbelsäule bis Kreuzbein) Osteopathie über die Faszien zusammenhängen, wissen erfahrene Osteopathen, wo und wie sich der ein oder andere therapeutische Griff auswirkt. Spannungen am Darm können die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule stören, Nierenfunktionsstörungen können Rückenschmerzen auslösen. Bei Frauen sind die Faszien der Gebärmutter (als Halteapparat) mit dem Kreuzbein verbunden und können bei Bewegungseinschränkung z.B. Kreuzschmerzen verursachen.

Aktive Beteiligung des Patienten bei Übungen wichtig

Bei Rückenschmerzen sind häufig Dehn- und Entlastungsübungen für die Bauchmuskulatur und den unteren Rückenbereich möglich, die zunächst unter Anleitung des Osteopathen trainiert werden. Diese Übungen auch alleine zu Hause zu praktizieren, bringt nicht nur eine Schmerzentlastung, sondern folgt auch dem osteopathischen Ansatz, dass der Patient durch aktive Mitarbeit Verantwortung für seinen Gesundheitszustand übernehmen soll, um die eigenen Selbstheilungskräfte freizusetzen. Auch wenn viele Rückenschmerz-Patienten lieber ungesunde Schutzhaltungen einnehmen würden, ist Bewegung in der überwiegenden Zahl der Behandlungsfälle das erforderliche Mittel zur Genesung. Deshalb ist bei Rückenschmerzen in der Osteopathie alles darauf ausgerichtet, die natürliche Beweglichkeit und Mobilität des Patienten wiederherzustellen.

Veränderungen der Lebensumstände sichern nachhaltigen Therapieerfolg

Damit osteopathische Rückenschmerz-Therapien nachhaltig wirken, ist oftmals eine Veränderung der Lebensumstände der Patienten erforderlich. Ernährung, Arbeitsplatz, Bewegung, Stress und körperliche Belastungen sind wesentliche Bereiche, die erneut Rückenschmerzen hervorrufen können, wenn sie nicht auf ein gesundes Maß hin verändert werden. Die Osteopathie kann hier Spielräume erweitern, die körperliche und mentale Belastbarkeit steigern. Doch der Körper hat natürliche Grenzen und Bedürfnisse, die der Patient in der osteopathischen Therapie zu respektieren lernt.